Unglaublich aber wahr

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Ukraine und eine transparente faire Berichterstattung
04.03.2014

Während die internationale Gemeinschaft angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine um eine gemeinsame Haltung ringt, rücken russische Truppen auf der Halbinsel Krim weiter vor. Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow warf Moskau vor, seine Streitkräfte weiter verstärkt zu haben. Au߸erdem habe die russische Schwarzmeerflotte bei Sewastopol ukrainische Marineschiffe blockiert.

 

Vorab noch die Information, dass ich mich weder für einen kompletten Vollidioten noch für ein Genie halte, sondern durchaus für einen Typen mit gesundem Menschenverstand. Auch habe ich werder russsiche noch amerikanische Vorfahren sondern bin ein durchschnittlicher Mitteleuropäer, der nicht einmal weiss, welcher ethnischen Gruppe er zugeordnet werden kann.

Allerdings verfolge ich wie viele Menschen die Geschehnisse in und um die Ukraine im Grunde seit Januar 2014 etwas genauer.

 

Und von Anfang an hat sich ein Unbehagen bei mir breit gemacht, wenn ich die hiesigen Medien verfolgt habe. Egal ob öffentlich-rechtlicher Rundfunk oder Printmedien (Online-Ausgaben), sofort sind mir die Begriffsphrasen aufgefallen, mit denen hantiert wurde.

Einerseits sprach man von Opposition, Freiheitskämpfern und Demonstranten. Andererseits von korrupten Politikern, Oligarchen, und Spezialeinheiten.

Da habe ich dann doch versucht, das ein oder andere für mich einzuordnen und begonnen, mich auch in ausländische Medien zu informieren.

 

Herausgekommen ist meine so ganz eigene Chronologie, unvollständig, ohne Berücksichtigung der kompletten Historie und sicher total subjektiv.

 

Im Januar 2014 gab es oppositionelle Kräfte, die durch die Besetzung des Majdan Platzes weltweit mediale Aufmerksamkeit bekam. Auslöser waren wohl Richtungskämpfe eines wirtschaftlichen Anschlusses an die EU (assoziierungsabkommen) oder an Russland, bzw die Eurasische Union. Für mich waren die Demonstrationen aber auf Kiew und dort sogar auf den Majdan beschränkt. In Deutschland wurde zunehmend Klitschko als Oppsoitionsführer genannt, ohne dass es Informationen gab, wer ihn denn dazu ermächtigt hätte. Es wurden sogar Videos publiziert, die Herrn Klitschko als "Opfer" von Angriffen aus den eigenen Reihen zeigten.

 

Die Demonstranten wurden im Laufe der Demonstationen offenbar entschlossener.

 

Das "Ziel" der Demonstranten war in erster Linie der Präsident der Ukraine Wiktor Janukowytsch, der sich nicht dem Druck der EU beugen wollte und letztlich die Unterschrift unter das Abkommen mit der EU verweigerte. Ob er das auf Druck russicher Führung oder aus wirtschaftlichen Erwägungen tat, blieb zumindest mir offen.

 

Wiktor Janukowytsch ist zu diesem Zetpunkt demokratisch gewählter Präsident der Ukraine und löste 2010 Frau Tymoschenko ab, die Führerin der "orangenen Revolution".  Diese Wahl wurde von allen, auch westlichen Oranisationen als demokratisch und legal anerkannt. Somit war Wiktor Janukowytsch im Februar 2014 legales Staatsoberhaupt der Ukraine.

 

Nach der Ablehnung des EU-Abkommens durch die Ukrainische Regierung drohte eine Eskalation der Situation in Kiew. Anstatt nun aber die Menschen in der Ukraine die Situation selbst lösen zu lassen fühlten sich aber offenbar Politiker aus dem Westen, der zuvor schon ma߸geblich und nachweislich an der orangenen Revolution beteiligt war, berufen, den Konflikt in Kiew zu lösen. Inwieweit dort die Einmischung westlicher Politiker und Politik schon fortgeschritten war wurde nicht zuletzt durch die Veröffentlichung eines abghörten Telefonates des US-Botschafters (hier die deutsche ß“bersetzung) und die Rolle der Konrad-Adenauer-Stiftung bekannt.

 

Am Ende der Verhandlungen zwischen der Opposition - die inzwischen auch von Faschisten "vereinnahmt worden war - , der Regierung und den "Mediatoren" stand eine Vereinbarung, die einerseits die Ordnung in der Ukraine wiederherstellen sollte durch Entwaffung der oppositionellen "Demonstranten" als auch demokratische Neuwahlen im Dezember 2014. Bis dahin wollten auch die Vermittler die Rolle der gewählten Regierung anerkennen und den Präsidenten im Amt garantieren.

 

Aber direkt nach der Unterschrift wurden schon von Seiten des deutschen Aussenministers Zweifel geäu߸ert, ob denn dieses Abkommen von Seiten der Regierung eingehalten würde.

Und es kam anders.

Entgegen der Vermutung von Frank-Walter Steinmeier war es die Opposition, die dieses Abkommen ignorierte und die Regierung in Kiew stürzte. Der durch die Mediatoren zugesagte Schutz der Regierung blieb aus.

 

Während des Umsturzes gab es blutige Auseinandersetzungen mit vielen Toten, die der gestürzten regierung zugeschrieben und angelastet wurden. Insebsondere in der deutschen Presse gab es überwiegend Bilder zu sehen, die zeigten, dass Scharfschützen der Polizei auf friedliche Demonstranten schossen. Aber das ist wohl nur die eine Seite der Medaille gewesen. Etliche Videos zeigen eben auch, was sonst noch so auf dem Majdan geschehen ist. Exemplarisch wird nur folgendes Video angeboten, eine Vielzahl von derartigen Videos ist im Netz verfügbar.

 

 

 

 


Nun ist eine neue Regierung seit Ende Februar in Kiew im Amt, die aber offenbar im ganzen Land keine ungeteilte Unterstützung erfährt. Die Russen haben derweil ihre Präsenz auf der Krim aufgestockt und geben vor, die Interessen ihrer Landsleute auf der Krim, die sie zu Hilfe gerufen haben, zu vertreten. Natürlich haben die Russen das auch aus geostrategischen Gründen getan, keine Frage. Aber es bleibt auch zu beachten, dass - zumindest bisher - kein Schuss auf der Krim gefallen ist und keine Toten zu beklagen sind.

 

Und das möge auch bitte so bleiben!

 

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