Unglaublich aber wahr

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Hamburger sagen NEIN zu Olympia
30.11.2015

Hamburgs Bürger haben entschieden: Die Hansestadt soll sich nicht weiter um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 bewerben. Das ist das vorläufige Ergebnis des Referendums, das am Sonntagabend zu Ende gegangen ist.

 

Das sind doch erfreuliche Nachrichten!

Dem vorläufigen Ergebnis zufolge stimmten 335.638 der wahlberechtigten Hamburger gegen die Olympiabewerbung ihrer Stadt. Die Wahlbeteiligung lag höher als bei den Eurpowahlen und höher als bei so mancher Landtagswahl, nämlich bei über 50%.

 

Dieses stützt meine Überzeugung, dass es zukünftig mehr um Themen in der Politik geht, denn um Partei-Politik.

Schade nur, dass es die Parteien sind, die Wahlgesetze ändern können.

So wurde in Hamburg per Gesetz zukünftige Volksbegehren sehr erschwert, es wird sogar behauptet nahezu unmöglich gemacht.

 

Ich war sehr gespannt auf das Ergebnis dieser Volksbefragung.

Die mediale Öffentlichkeit in Hamburg wurde doch sehr von den "Feuer-und-Flamme" Parolen der Befürworter bestimmt. Dazu noch die Neigung vieler Hamburger, ihre Stadt als sehr besonders und herausstellungswürdig zu sehen.

Da kamen mir doch erhebliche Zweifel, ob sich der gesunde Menschenverstand gegen entfachte und argumentationsfreie Euphorie durchsetzen kann, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Hauptteil der Zeche nicht von Hamburg zu tragen sein würde.

Das war sicher schon sehr verlockend.

 

Deswegen bin ich besonders froh, dass sich die Hamburger gegen eine Olympiabewerbung entschieden haben.

 

Ich erspare mir an dieser Stelle die Auflistung der Argumente, die faktisch gegen Olympia in Hamburg und gegen Olympiaden in der bisherigen Form an sich stehen.

 

Hamburg reiht sich nun positiv in die Ansammlung derjeniger ein, die sich nicht für die Veranstaltung einer Olympiade misbrauchen lassen wollen, und das sind bei weitem nicht nur deutsche Städte.

 

Der Präsident des DOSB - Alfons Hörmann - kommentiert das Ergebnis wie folgt:

"Es scheint so, dass der olympische Gedanke und Deutschland im Moment nicht zusammenpassen"

Da mag man Herrn Hörmman entgenrufen: "Der Olympische Gedanke und das IOC mit seinen Sportverbaänden und den Funktionären passen nicht mehr mit Deutschland und vor allem nicht mehr mit der Olympiade zusammen".

 

Übrigens: bei Wikipedia kann man nachlesen, dass Herr Hörmann im Mai 2015 einen Bussgeldbescheid über 150.000 EUR erhalten hat wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht. Ein Sportfunktionär, der wohl wunderbar in die derzeitige Welt des Lesitungssportes passt.

 

In diesem Sinne:

 

DANKE, Hamburg!

 

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